I mog nimmer…
SUIZID
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Suizid – I mog nimmer… sou weiter leben.

Wenn i sterben tat, war‘s endlich vorbei.

I will uanfoch nimmer.

I bin miad und so alluan.

I fahl jo decht niamend.

I hat endlich meine Rua.

Ohne mi hom sie‘s eh besser.

Du leidest unter

Hoffnungslosigkeit, Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit, Desinteresse, Konzentrationsschwierigkeiten, Stimmungsschwankungen, Schlafproblemen oder Appetitlosigkeit

Du bist

einsam und verzweifelt, passiv, aggressiv, gereizt, nachdenklich, traurig, wütend…

Du

isolierst dich, fühlst dich wert- und nutzlos, gehst deinen Hobbies nicht mehr nach, hast Gedanken die dir Angst machen, verlierst die Kontrolle über dein Handeln, denkst viel über Selbstmord und den Tod nach, hast Sehnsucht nach jemanden, der schon gestorben ist, sehnst dich nach Erlösung, siehst nur mehr den dunkeln Tunnel um dich, glaubst, es gibt für dich nichts Positives mehr, hättest gerne Kontakt zu anderen Menschen, aber dir fehlt die Kraft dazu, willst einfach nicht mehr…

Andere sagen, du bist nicht mehr du selber, du brauchst Hilfe, sie machen sich Sorgen um dich.

Nicht alle der obengenannten Anzeichen deuten direkt auf eine Suizidgefährdung hin, sollten aber ernstgenommen und womöglich von Fachpersonen abgeklärt werden. Suizidalität ist immer ein Entwicklungsprozess, bei dem sich mehrere Faktoren in einem bestimmten Zeitraum verstärken. Man gerät in eine gefühlte Ausweglosigkeit. Man gleitet ab.

Du erkennst dich wieder? Hol dir Hilfe! Vertraue dich jemanden an!

Kurzdefinition Suizid

Der Suizid ist die bewusste, häufig geplante Vernichtung des eigenen Lebens durch aktive Anwendung oft gewaltsamer Mittel (Erhängen, Einnahme von Medikamenten…) oder Unterlassung lebensnotwendiger Handlungen (bewusste Nichteinnahme von lebensnotwendigen Medikamenten, nicht mehr trinken…). Unter suizidalem Verhalten sind nicht nur erfolgreiche Suizide, sondern auch Suizidankündigungen sowie Suizidversuche zu verstehen.

Folgende Aussagen stimmen NICHT

Wer von Suizid spricht, tut sich nichts an.

Ein Suizidversuch ist ein Erpressungsversuch.

Wenn jemand einmal einen Suizidversuch begangen hat, bleibt er sein ganzes Leben lang gefährdet.

Werden Suizidabsichten angesprochen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit ihrer Umsetzung.

Wer an Suizid denkt, ist nicht normal im Kopf.

Ein Suizid geschieht ohne Vorzeichen.

Wer ist gefährdet

Personen mit einer Suchterkrankung oder einer Essstörung.

Menschen, die an Demenz leiden.

Personen mit gesundheitlichen Beschwerden, körperlichen Erkrankungen oder Menschen mit Beeinträchtigungen.

Personen, die bereits einen Suizidversuch oder Selbstverletzungen begangen haben.

Menschen nach gravierenden persönlichen Erlebnissen und Schicksalsschlägen (Beziehung, Familie, Gesundheit, Beruf/Mobbing/Burnout etc.).

Menschen, die als Kind misshandelt oder sexuell missbraucht wurden.

Personen, die kürzlich den Suizid von jemand anderen miterlebt haben (ca. 70% der Angehörigen leiden später einmal selbst unter depressiven Zuständen).

Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Statistik der Suizide in Südtirol

Durchschnittlich hinterlässt ein Suizid bis zu 400 betroffene Personen, davon zirka sechs tief Trauernde.

Das kannst du tun

Du hast keine Lust mehr, so – auf diese Weise – weiterzuleben. Das ist okay. Es gibt Lebenssituationen, die sind unerträglich und sollten so gar nicht sein.

Auch wenn es dir nicht so scheint, es gibt Licht am Ende des Tunnels. Auch wenn du im Moment nur Dunkelheit siehst. Massiver Stress engt bei uns allen das Denken ein und man sieht nur mehr Probleme und was nicht geht.

Dennoch gibt es Möglichkeiten, das Leben in eine positive Richtung zu verändern, die du jedoch selbst nicht mehr sehen kannst. Es gibt Möglichkeiten, etwas zu verdauen, was jetzt unerträglich erscheint. Vertrau dich jemanden an! Es gibt Hilfe und viele Menschen mögen dich, auch wenn du es im Moment nicht fühlst. Und wieder andere wissen, wie dir helfen.

Nicht auf diese Weise weiterleben kann auch heißen: Einen anderen Weg einschlagen, ein neues Kapitel aufmachen, sich von Lebenssituationen zu verabschieden, den Zorn zuzulassen und gegen das System zu richten. Sei es dir wert, nicht dich zu zerstören, sondern das niederzureißen, was dich belastet.

Gerade du, der mehr sieht oder fühlt als andere, was nicht passt, ist wichtig und wertvoll, damit diese Welt eine bessere wird. Du hast den Mut, über den Tod nachzudenken. Nutze diese Kraft, um ein freies und glückliches Leben – dein Leben – aufzubauen!

Das könnt ihr tun

DARAN DENKEN – DANACH FRAGEN – DARÜBER SPRECHEN

Suizidales Verhalten entsteht aus dem Zusammenwirken verschiedener Einflüsse.

Verzweifelte Menschen benötigen jemanden, der bereit ist, ihnen zuzuhören. Es ist fast immer entlastend, über die Umstände, die zu der verzweifelten Situation geführt haben, über die bedrückenden Gefühle, die Hoffnungslosigkeit und die Suizidgedanken zu sprechen. Ein offenes Gespräch mit Angehörigen oder Freunden ist meist ein ganz wichtiger Schritt zur Bewältigung der Krise. Manchmal ist es notwendig, auf eine Person, von deren Krise man weiß, zuzugehen und nachzufragen, da die Person von sich aus vielleicht nicht mehr dazu in der Lage ist, ein Gespräch zu suchen.

  • geduldig zuhören, Gesprächsbereitschaft zeigen
  • die Sorgen des Betroffenen ernst nehmen
  • nach konkreten Suizidideen fragen
  • Zeit, Zuwendung und Fürsorge zur Verfügung stellen
  • akuten Handlungsdruck erfragen
  • zu einer Hilfseinrichtung, Arzt oder Krankenhaus begleiten
  • Zuversicht vermitteln
  • Angehörige oder Bezugspersonen einbeziehen
  • bei Inanspruchnahme von Hilfe unterstützen
  • vermitteln, dass der Betroffene wichtig ist
  • eigene Grenzen erkennen und sich für sich selbst Unterstützung holen

Eine respektvolle Haltung gegenüber dem Menschen in Not ist von großer Bedeutung. Es kann sein, dass wir uns gedrängt fühlen, unser Gegenüber vom Wert des Lebens zu überzeugen und zum Weiterleben zu motivieren. Das solltet ihr vermeiden.

Das verstärkt die Gefahr, dass er sich unverstanden fühlt und sich zurückzieht. Indem wir darauf verzichten, den Verzweifelten die Suizidgedanken ausreden zu wollen und keine moralisierende Haltung einnehmen, vermitteln wir, dass sie sich nicht alleine fühlen müssen. Verständnis und Respekt tragen zum Entstehen neuer Hoffnung bei.

Fragt nach, was ihn im Leben frustriert bzw. zornig macht.

Was ihr sonst noch vermeiden solltet:

• den Betroffenen alleine lassen
• den Betroffenen nicht ernst nehmen
• Belehrungen und Beurteilungen
• den Betroffenen in seinem Wunsch unterstützen
• moralische Vorhaltungen machen
• Kritik an dem Wunsch des Betroffenen äußern
• Floskeln, allgemeine Ratschläge geben
• bagatellisieren („Das ist doch alles nicht so schlimm“)
• glauben, nichts unternehmen zu können
• die eigene Grenze nicht erkennen, für sich selbst keine Unterstützung suchen

Es ist wichtig, dass ihr auch auf eure Bedürfnisse achtet.

Das tut dir gut

Achte auf dich selbst, um mentalen Notsituationen vorzubeugen. Hilfreich für ein seelisches Wohlbefinden sind gute soziale Kontakte sowie Humor und Optimismus im Umgang mit schwierigen persönlichen Situationen. Dies fördert die eigene Widerstandsfähigkeit und verringert das Risiko einer ernsthaften seelischen Gefährdung.

Im Notfall muss unmittelbare Hilfe organisiert werden.
Notruf 112
die Notaufnahmen der Krankenhäuser in Südtirol
die Hausärzte

Hier erhältst du Hilfe

Young & Direct
Tel.: 0471 1551551, WhatsApp: 345 0817 056
Homepage: https://www.young-direct.it/de/; E-Mail: online@young-direct.it
Montag bis Freitag von 14.30 bis 19.30

Telefonseelsorge der Caritas
Tel.: 0471 052 052
Homepage:http://bit.ly/37KWku8
(täglich rund um die Uhr, auch sonn- und feiertags)
Online Beratung: www.telefonseelsorge-online.bz.it

telefono amico BZ
Tel.: 800 851097
Homepage: http://www2.telefonoamico.it/; Onlineberatung: mail@mica auf www.telefonoamico.it
täglich von 15.00 bis 00.00

Familienberatungsstellen:

Familienberatung
Rennweg 6, Meran, Tel.: 0473 210612
Homepage: https://familienberatung.it/; E-Mail: meran@familienberatung.it
Telefonzeiten und Öffnungszeiten ohne Terminabsprache:
Mo 11-12 Uhr; Di 10-12 Uhr; Mi 11-12 Uhr; Do 10-12 Uhr
Mo – Do 15-16 Uhr

Lilith Meran
Marlinger Straße 29, Meran, Tel.: 0473 212545
Homepage: https://lilithmeran.com/; E Mail: info@lilithmeran.com

PM Kolbe
Freiheitsstraße, 106, Meran, Tel.: 0473 233411
Homepage: https://www.consultoriokolbe.it/?lang=de; E Mail: kolbemerano@yahoo.it

 

Notruf 112

die Notaufnahmen der Krankenhäuser in Südtirol

die Hausärzte

Ausführliche Kontaktliste für Betroffene, Angehörige und Interessierte des Netzwerks Suizidprävention

Liste Psycholog*innen und Psychotherapeut*innen Südtirol
Homepage: http://bit.ly/2sw1NEP

Verband Ariadne – für die psychische Gesundheit aller
G.-Galilei-Straße 4a, Bozen, Tel.: 0471 260 303
Homepage: https://www.ariadne.bz.it

Südtiroler Sanitätsbetrieb, Psychiatrischer Dienst Meran
Homepage: https://www.sabes.it/de/gesundheitsbezirke/meran/3024.asp

Prävention und Information:
Forum Prävention
Talfergasse 4, Bozen, Tel.: 0471 324 801
Homepage: https://www.forum-p.it/de

Netzwerk Suizidprävention
Homepage: http://bit.ly/2POb9Ed

Tabuthema Suizid

Vera, Evangelos und Birgit haben ihre Partner durch Suizid verloren. Darüber zu sprechen – immer noch ein Tabu. Gerade deshalb haben sie ihre Geschichten erzählt.
Diese Video wurde uns freundlicherweise von der ARD Sendung „titel thesen temperamente“ zur Verfügung gestellt.
„titel thesen temperamente“

Artikel zum Thema

Downloads

Artikel aus: salto.bz

Artikel aus: salto.bz

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Artikel aus: salto.bz

Artikel aus: salto.bz

Herausgeber:
Netzwerk Suizidprävention
www.suizid-praevention.it

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Netzwerk Suizidprävention
www.suizid-praevention.it

Herausgeber:
Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychsomatik und Psychotherapie
www.dgkjp.de
Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie
www.degpt.de

Herausgeber:
Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychsomatik und Psychotherapie
www.dgkjp.de
Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie
www.degpt.de

Erarbeitet von:
Arbeitsgruppe „seelische Erste Hilfe“ des Netzwerk Suizidprävention Südtirol

Erarbeitet von:
Arbeitsgruppe „seelische Erste Hilfe“ des Netzwerk Suizidprävention Südtirol

Herausgeber:
Autonome Provinz Bozen, Assessorat für Gesundheits und Sozialwesen
Amt für Gesundheitssprengel
RAI Sender Bozen

Herausgeber:
Autonome Provinz Bozen, Assessorat für Gesundheits und Sozialwesen
Amt für Gesundheitssprengel
RAI Sender Bozen

Herausgeber: Jugenddienst Meran

Herausgeber: Jugenddienst Meran

Herausgeber:
Autonome Provinz Bozen – Südtirol
Amt für Gesundheitssprengel

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Autonome Provinz Bozen – Südtirol
Amt für Gesundheitssprengel

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