HILFE!!!
Angststörung/ Paranoia
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Angststörung – A gegen tiafe Ongst konn men eppes tian

Deine Angst wird zum Problem, wenn…

…sie ohne ersichtlichen Grund auftritt, in völlig harmlosen Situationen oder Bedingungen.
…sie zu häufig, zu stark wird oder zu lange dauert.
…sie zum Kontrollverlust führt.
…sie großen Leidensdruck verursacht.
…sie Anlass ist, bestimmte ganz alltägliche Situationen zu vermeiden.

Angst ist ein lebenswichtiges Signal, das bei Gefahr oder Bedrohung auftritt. Es versetzt unseren Organismus in eine erhöhte Alarmbereitschaft und führt zu einer Flucht- oder Kampfreaktion. Ohne Angst würde der Mensch nicht angemessen funktionieren.

Angst kann aber auch krankhaft werden und die Anpassung an die Umwelt erschweren. Etwa 10 Prozent der Bevölkerung leiden unter einer Angststörung. Frauen erkranken häufiger als Männer. Personen, die über längere Zeit an einer Angststörung leiden, entwickeln oft depressive Symptome wie Niedergeschlagenheit, Hilflosigkeit oder Erschöpfung.  Depression, Alkohol- und Beruhigungsmittelabhängigkeit sind die häufigsten Folgekrankheiten von Angststörungen.

Kurzdefinition Angst/Angststörung/Paranoia

Ängste, die sich auf bestimmte Dinge (Schlangen-, Blut- oder Hundephobie) oder Situationen beziehen, werden Phobien genannt. Phobien vor Dingen können mit einer Therapie leicht überwunden werden. Phobien können aber auch die Begegnung mit Menschen betreffen (soziale Phobie) oder den Aufenthalt an Orten, wo das Gefühl besteht, dass keine rasche Hilfe möglich ist (Agoraphobie), zum Beispiel in großen Menschenmengen oder in Situationen, wo man allein ist. Menschen, die von Phobien betroffen sind, vermeiden zunehmend alle Orte, Situationen, Dinge oder Lebewesen, die die Angst auslösen könnten. Dieses Vermeidungsverhalten kann das Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen, zu Vereinsamung und sozialer Isolation führen. Eine Therapie ist dabei dringend notwendig.

Eine Angststörung äußert sich durch eine Monate andauernde Unruhe, Sorge oder Anspannung. Betroffene entwickeln viele Befürchtungen zu allen möglichen Lebensbereichen, obwohl kein Anlass dazu besteht. Sie bezieht sich auf den gesamten Alltag. Im Zusammenhang damit treten körperliche Probleme wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Schwindel oder Magenbeschwerden auf, man ist reizbar und unruhig.

Eine Panikstörung ist durch plötzlich auftretende und wiederkehrende Angstattacken mit u.a. Herzrasen, Brustschmerz, Atemnot und Schwindel gekennzeichnet. Für diese Attacken gibt es auf den ersten Blick keine Auslöser. Eine Panikattacke dauert meist nur Minuten, sind für den Betroffenen aber sehr belastend. Es ist eine Angst vor der Angst.

Paranoia ist die Angst vor nicht reellen Handlungen oder Zuständen. Betroffene leiden unter der Angst, verfolgt, hintergangen oder getäuscht zu werden. Sie sind sehr misstrauisch anderen Menschen gegenüber und davon überzeugt, dass man ihnen Schlechtes will. Aus diesem Grund sind sie oft gereizt und aggressiv.

Symtome

Angststörung

Dir kommen diese Symptome bekannt vor?

Hitze- und Kälteausbrüche                          Herzrasen    Beklemmung in der Brust                           große Sorgen    

Zwanghaftes Denken oder Zwangsverhalten             die Angst hält dich vom Alltag ab          Ruhelosigkeit und Nervosität  

Konzentrationsschwierigkeiten                        Reizbarkeit                        Schlafprobleme

Phobie

Du hast Angst vor…

Spinnen                              Zahnarzt                             Hunde                  dem Fliegen                      Nadeln

Menschenmengen           einsamen Gegenden                     allein zu sein                     großen Plätzen                

Paranoia

Du erkennst dich wieder, du bist…

voller Angst                       krankhaft misstrauisch und überempfindlich               rechthaberisch und nachtragend

             schreckhaft                                           schätzt positive Situationen negativ ein schnell wütend               

fühlst dich falsch behandelt                       isolierst dich      

ohne Vertrauen in die Menschen in deiner Umgebung                                 sehr eifersüchtig

… hast das Gefühl jederzeit und grundlos angegriffen zu werden.

Das tut dir gut

Es gibt vieles, das du für dich selbst tun kannst. Leichte Symptome können durch die Änderung deines Lebensstils gelindert werden.

Betreibe Sport, triff dich mit Freunden, suche nach Möglichkeiten, Kraft zu schöpfen. Entspannungstechniken wie Meditation oder Atemübungen helfen Dir Ruhe zu finden.

Eine Therapie hilft dir, dich mit deiner Angst auseinanderzusetzen und in den Griff zu bekommen, damit sie dich nicht mehr kontrolliert.

Auch Selbsthilfegruppen und ein Austausch mit anderen Betroffenen tun dir gut.

Eine paranoide Persönlichkeitsstörung beginnt meist im Kindes- oder Jugendalter und verläuft chronisch. Im Gegensatz zu anderen psychischen Störungen, können Persönlichkeitsstörungen meist schwer bis nicht geheilt werden, da die Störung tief verwurzelt ist.

Eine Paranoia kann jedoch auch im Zuge einer psychiatrischen Erkrankung auftreten, weshalb auf jeden Fall eine Abklärung von einer Fachperson erfolgen sollte.

Bedenke, dass eine Paranoia oft Drogen- oder Alkoholkonsum als Ursache haben kann und es daher wichtig ist, damit aufzuhören, um das Abklingen der Paranoia zu begünstigen.

Eine Therapie kann dazu beitragen, ungünstige Verhaltensmuster positiv zu beeinflussen. Dabei muss der vorzeitige Abbruch einer Therapie in Kauf genommen werden, denn die Betroffenen begeben sich selten in therapeutische Behandlung und sie haben Schwierigkeiten, sich auf den Therapieprozess einzulassen und dem Therapeuten zu vertrauen. Je früher die paranoide Persönlichkeitsstörung jedoch entdeckt und behandelt wird, desto besser ist die Prognose.

Mach dir bewusst, dass das unangemessene Verhalten des Angehörigen mit seiner psychischen Erkrankung zusammenhängen kann. Versuche, Angriffe nicht persönlich zu nehmen. Hole dir Rat bei einem Therapeuten oder einer Fachperson. Auch wenn der Betroffene eine Therapie verweigert, kann dir eine Fachperson Unterstützung bieten.

Habe keine Angst vor Veränderung, sie lässt dich wachsen.
Habe keine Angst ohnmächtig zu sein, jeder braucht mal Hilfe.
Habe keine Angst vor der Zukunft, sie enthält auch Chancen.
Wende dich an eine Vertrauensperson, hol dir Hilfe, niemand muss in Angst leben!

Video zum Thema Angsstörung

Wenn das Leben zu schnell gelebt wird und man es nicht schafft, die Handbremse zu ziehen, endet das mitunter in einer Angststörung.

Dieses Video, in dem Jan Leyk seine Angst zum Thema macht, wurde uns freundlicherweise von ihm zur Verfügung gestellt.

Jan Leyk ist ein bekannter deutscher Schauspieler, Desinger und DJ.

Instagram: Jan Leyk

Hier erhältst du Hilfe

Erste Ansprechpartner sind Hausärzte, Psychologen und Psychotherapeuten, Psychiater.

Liste Psycholog*innen und Psychotherapeut*innen Südtirol
Homepage: http://bit.ly/2sw1NEP

Gesprächskreis für Angst- und Panikstörungen in Lana
Ansprechperson: Kunigunde Nock Tel.: 340 4815639 (bitte bevorzugt am Abend anrufen)
Homepage: 2qv7OkO ; E-Mail: nock.kuni@gmail.com

Young & Direct
Tel.: 0471 1551551, WhatsApp: 345 0817 056
Homepage: https://www.young-direct.it/de/; E-Mail: online@young-direct.it
Montag bis Freitag von 14.30 bis 19.30

telefono amico BZ
Tel.: 800 851097
Homepage: http://www2.telefonoamico.it/; Onlineberatung: mail@mica auf www.telefonoamico.it
täglich von 15.00 bis 00.00

Telefonseelsorge der Caritas
Tel.: 0471 052 052
Homepage: http://bit.ly/37KWku8
(täglich rund um die Uhr, auch sonn- und feiertags)
Online Beratung: www.telefonseelsorge-online.bz.it

Psychiatrischer Dienst
Sekretariat: Haus Basaglia, Nazario-Sauro-Str. 8, Meran, Tel.: 0473 251 700
E Mail: zpg_csm@sabes.it

Psychiatrischer Dienst für Diagnose und Behandlung
Krankenhaus Meran, Rossinistr. 1, Meran, Trakt E (Eingang Reha-Gebäude), Parterre, Tel.: 0473 267 000
E-Mail: psychiatrie@sabes.it

Zentrum für Psychische Gesundheit
Franziskusstraße 1, Meran, Tel.: 0473 263 600
E-Mail: zpg_mer@sabes.it
Mo – Fr von 08:30 – 17:00 Uhr

Zentrum für Psychische Gesundheit Schlanders (ZPG)
Hauptstr. 134, Wohnheim „Bahnhof“, Tel.: 0473 736 690
E-Mail: zpg-schl@sabes.it
Mo – Fr von 8:30 – 12:00 und von 13:00 – 17:00 Uhr

Familienberatungsstellen:

Familienberatung fabe
Rennweg 6, Meran, Tel.: 0473 210612
Homepage: https://familienberatung.it/; E-Mail: meran@familienberatung.it
Telefonzeiten und Öffnungszeiten ohne Terminabsprache:
Mo 11-12 Uhr; Di 10-12 Uhr; Mi 11-12 Uhr; Do 10-12 Uhr
Mo – Do 15-16 Uhr

Lilith Meran
Marlinger Straße 29, Meran, Tel.: 0473 212545
Homepage: https://lilithmeran.com/; E Mail: info@lilithmeran.com

PM Kolbe
Freiheitsstraße, 106, Meran, Tel.: 0473 233411
Homepage: https://www.consultoriokolbe.it/?lang=de; E Mail: kolbemerano@yahoo.it

 

Verband Ariadne – für die psychische Gesundheit aller     
Bozen, G.-Galilei-Straße 4a, Tel.: 0471 260 303 
Homepage: https://www.ariadne.bz.it

Downloads

Herausgeber:
Psychenet - Netz Psychische Gesundheit
https://www.psychenet.de/de/

Herausgeber:
Psychenet - Netz Psychische Gesundheit
https://www.psychenet.de/de/

Herausgeber:
Autonome Provinz Bozen – Südtirol
Amt für Gesundheitssprengel

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Autonome Provinz Bozen – Südtirol
Amt für Gesundheitssprengel

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